Äußere Bilder - Kunsttherapie

Haus in der Kunsttherapie

Kunsttherapie bietet viele Möglichkeiten und entfaltet ihre Wirkung auf ganz verschiedenen Ebenen. Einmal begegnen wir uns selbst im Malen und Gestalten und können intensiven Kontakt mit unseren Gefühlen aufnehmen. Im Tun treten die Gedanken in den Hintergrund und unser unmittelbares Erleben wird deutlicher spürbar und zugleich vor unseren Augen sichtbar. Das Erschaffen mit den verschiedensten Materialien ist oft befreiend und kann auch einfach "nur" Freude bereiten.

 

Ein weitere Ebene wird durch das Teilen des eigenen Bildes erfahrbar. Die Therapeutin oder auch andere TeilnehmerInnen einer Gruppe dürfen sehen, was einen bewegt. Dabei bestimmen Sie, was Ihr Bild für Sie bedeutet und können entscheiden, ob Sie auch die Einfälle oder Assoziationen anderer hören möchten. Das Sich-Zeigen, das Sichtbar-sein und Gesehen-werden ist für viele Menschen eine besondere Erfahrung, die auch viele alte und neue Verletzungen berühren kann. Was berührt wird, wird bewusst und kann sich verändern. Für manche sind Bilder der beste oder sogar einzige Weg, über den sie sich, für sich selbst angemessen, mitteilen können oder wollen.


Die dritte Ebene ist das Bild selbst mit seiner ganz eigenen nonverbalen Sprache. Es spricht direkt mit uns. Und da es nicht vergänglich ist, kann es uns auch noch nach Tagen, Wochen oder Jahren etwas mitteilen. Vielleicht auch etwas, das uns selbst überrascht. Unser Bild ist manchmal "weiter" oder "weiser" als wir. So können Bilder eine heilsame Wirkung entfalten, wir können mit ihnen in Beziehung sein und uns von ihnen helfen lassen.

PS: Jeder kann malen ;-)